der Ebraischen Poesie.
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gebe ich zehn künstliche Erzählungen mancher neue-ren Sprachen, die oft weder Fabel noch Geschichteenthalten; jene enthalt oft die reichste Dichtung.Die Pcrlenschnüre morgen ländischer Sentenzen sindaller Welt bekannt, und der schöne Teppich ihrerlehrenden höheren Dichtkunst, der seine reichgestick-tcn Blumen mit so vieler Pracht ausbreitet,dünkt ihnen königlich und göttlich. Wir werdenvon diesen Dichtungsarten zu seiner Zeit mehr reden;jetzt bemerke ich
IV. Daß auch die Geschichte im Orient, zu-mal wenn sie alte Natertraduion ist, gern den Um-riß der Fabel annimmt, und gleichsam poetischeG e sch l e eh t s sa ge wird. Wer die historischenSchriften des A. Test, aus den frühesten Zeiten lie-fet, wird dies kaum laugncn; wer den historischenStyl der Morgenländer auch in andern Geschichtenkennet, wird es noch weniger zu läugnen begehren.Nicht nur, daß hie und da auch in die simpelsteErzählung poetische Redensarten einfließen, weildiese vielleicht aus Liedern, oder des stärkern Ein-drucks wegen, der Mund der Tradition so gab:nicht nur, daß die Erzählung selbst alle Simplici-kät des poetischen Skyls in Bindewörtern und Wie-derholungen liebet; am meisten auch, baß die Run-dung, der Umriß der ganzen Erzählung poetisch ist,und so wie die Fabel auf die Sentenz, diese etwaauf einen Namen, ein Denkmal, einen Geschlechts-und Familienzweck zusammengchet. Der Wahrheitthut dies keinen Eintrag; es bestimmt und bekräf-tigt dieselbe vielmehr dadurch, daß die Erzählung
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