Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
463
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es die stolze Anwartschaft, einen Oberbaurath zumSchwager zu haben, die Wittwe, die zwei Kinder hatteund ein schönes Vermögen besaß, gab ihr Jawort undFranz wurde unversehens ein Bräutigam.

Brosi war darob ganz glückselig und er sagte einmal:

Jetzt sind alle meine Kinder versorgt, mein Alt-backener auch. Gott gicbt mir recht, er zeigt mir's,daß ich die rechten Gedanken Hab, sonst hätt' er michheut das nicht erleben lassen."

Es wurde ausgemacht, daß die Hochzeit des Franzan der Kirchweih sein solle, an welchem Tage auchBrosi seinen goldenen Ehrentag feiern wollte. Dabeiblieb er, wenn auch Moni noch schüchterne Einsprachethat, er sagte stets, er habe es seiner englischen Söh-nerin versprochen und faßte oft deren Hand.

Als man gegen Abend heimkehrte, wartete mannicht die Aufforderung der Agp ab und singend zogman in das elterliche Haus.

Im Auerhahn war heute große Versammlung,Alles erwartete die Ankunft Severins, aber dieser sagte,daß er nicht hingehe und wunderbarer Weise Brosigab ihm recht und sagte, er bleibe auch daheim. Eserschien indeß nur wunderbar, es hatte Alles seinenguten- wenn auch geheimen natürlichen Grund. Brostwußte, daß die Menschen, immerdar neidisch auf einunantastbares Glück, fast eine Genugthuung darinempfinden werden, daß der andere Glaube der Söh-nerin einen Schatten darauf werfe; er wollte sie dasin gemeinsamer Versammlung auskostcn lassen undhoffte, daß sie dann damit fertig seien.