blicke eine Verständigung und ein Religionsfriede, derder ganzen Welt zu wünschen wäre.
Am Mittag nahm Brost alle seine Kinder mitnach der Gipsmühle. Er stand einmal am Wege undließ Kinder und Enkel an sich vorbeiziehcn, um zuüberschauen, wie reich sich sein Leben ausgezweigt hatte.Wie oft war er diesen Weg einsam gewandert. Aufden Wunsch Agp's wurden Helle Lieder angestimmt,die im Walde wiederhallten. Noch fühlte Brost eineleise Bedrückung von dem überwundenen Schmerze,den er steute empfunden, und auch laut nun das Letzteabschließend, sagte er:
„Es ist doch nur Ein Gott, der die Sonne scheinenund die Bäume wachsen läßt, und er weiß doch wiees gemeint ist, ob man so oder so zu ihm betet."
Er sang dann so laut mit, daß seine Stimme Alleübertönte.
Severin sah allein bis auf den Grund der mäch-tigen Bewegung, die in seinem Vater vorgcgangenwar; er freute sich dessen, aber ihm solches kund zugeben, fand er die rechten Worte nicht und hielt esschließlich auch nicht für nöthig.
Der Gipsmüller, der krank Ln einem großen Arm-sessel saß, freute sich hoch über die Ankömmlinge.Severin und Agp mußten sich zu ihm setzen, daß ersie genau sehe, denn er litt auch an schwachen Augen.
Beim Gipsmüller traf man zufällig „die geschickteWittwe," die sich Franz schon längst gewünscht, dieihm aber einen förmlichen Korb gegeben hatte. Wares das eifrige Zureden des Gipsmüllers, oder war