Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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und der deshalb keinen lieb gewordenen oder anmu-thenden Schein verschonte.

Von der kleinen vor fünfzig Jahren aufgeführtcnUfermauer sah inan wenig mehr. Weiden und Erlenbedeckten das Ufer und bildeten einen ansprechendenVordergrund mit dem Bachstege. An der Stelle desehemaligen Zaunes von fuchsig gewordenen Tannen--zweigen, grünte ein lebendiger und kurz gehaltenerBuchenhag.

Moni hatte trotz der Abwehr doch ihren SöhnenKunde von der Ankunft des Bruders zukommen lassenund diese hatten solche zu gleicher Zeit auch von andererSeite erhalten, sie kamen nun auch schon am SamstagMorgen und Severin schüttelte ihnen wacker die Händeund übergab Jedem einen silbcrbeschlagenen Ulmerkopf,die sie nur nach vieler Einsprache mit lauem Dankeannahmen, denn sie hatten Größeres erwartet.

Mit Kilian, der ihm immer der liebste gewesenwar, hatte Severin viel zu geheimnissen und man sahdiesen oft zufrieden lächeln, während Kilian sich vorLachen bog. Einmal indeß hörte man Kilian auch rufen:

Du wirst aber sehen, er thut's nicht. Denk anmich. Es ist nur so gcred't. Er kann's nicht, undwenn er auch möcht'."

Severin winkte ihm hierauf mit Heftigkeit Schwei-gen zu.

Mit Franz verkehrte Severin nur sehr wenig.

Hast dir ein' Saubere 'rausgelesen," sagte Franzeinmal zu seinem Bruder, mit seiner neuen Pfeifeauf Agp deutend.