Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
440
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bin; wenn er kommen will, hat er nichts mehr zuversäumen."

Eine große Freude hatte Brosi durch einen Gruß,den ihm die Gipsmüllerin sagen ließ, sie war auchkrank und ließ Brosi sagen, in stillen schmerzlosenStunden muffe sie immer daran denken, wie lustig sieauf der Hochzeit ihres Bruders, des Furchenbauern,den Bändelestanz mit ihm getanzt habe und sie hörenoch immer die Musik aufspielen.

Jedem, der ihm einen Krankenbesuch machte, erzählteBrosi diese freudige Botschaft und als er wieder gesundwar, wollte er seinen ersten. Gang nach der Gipsmühlezu seiner Tänzerin machen, aber man hielt ihn davonab und in's Herz hinein fühlte Brosi die Nachricht,daß sie bereits gestorben und begraben sei. EineJugendfreundin und langjährige Genossin war ihmplötzlich entrückt, es waren ihm schon viele langgewohnteGestalten dahingerafft worden, er hatte cs leicht ver-wunden, aber jetzt mit einer gewissen Feinfühligkeitdes Genesenden empfand er den Schmerz doppelt, esgemahnte ihn, daß der Tod doch immer näher rückeund ihm schon unentbehrlich scheinende Stücke aus demLeben reiße. Er ging tagelang still den Kopf schüttelndumher und als er zum Erstenmale nach der Gipsmühlekam, weinte er mit dem verlassenen Gevatter.

Er hatte die Freude eines andern Hauses mit ge-nossen, er nahm auch dessen Leid auf sich.

- Aber wieder und wieder erwachte der Helle Frohsinnin Brosi, und als er einst mit seiner Moni im Waldezu Mittag, sagte er: