Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
436
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das Lied den fremden Hörer erfreut, so strömt cs auchdie Lust wieder auf den Singenden zurück. Im Er-heitern Anderer, in dieser allzeitigen Gewißheit einesJeglichen, daß der Brost nicht anders als lustig seinkönne, war er es auch und hob sich selber über jedeninneren Verdruß hinweg.

In Folge der Auswanderung hätte Brost jetzt leichtein anderes Haus bekommen können, aber er sagtestets:ich bleib jetzt einmal auf meinem Gut," undMoni setzte hinzu:da haben wir zu leben angefangenund da wollen wir's auch beschließen."

Aber noch lang nicht, die ander Welt lauft mirnicht davon" schloß dann Brostund das sag ich dirMoni wenn du mir das anthust, daß du vor mirdavon gehst, bin ich dir mein Lebtag bös und wennich 'nüber komm red ich nichts mit dir."

Es gab in der That keine glücklicheren Menschenals Brost und Moni und dazu waren sie allezeit ge-sund. Wäre der Kummer um Severin nicht gewesen,sie hätten gar nicht gewußt, was Leid ist.

Im Jahre 41 vollführte Brosi seine letzte Maurer-arbeit und zwar am Forlenbache. Dieser wurde vonder Negierung zur sogenannten Wildflößerci eingerichtet;das Brennholz, das hier auf dem Walde fast ganzwerthlos war und wofür man kaum die Aufbcrcitungs-kostcn erlöste, .wurde durch Schwellungen thalwärtsgeschwemmt und von dort auf der Achse nach demholzarmen Unterlande gebracht. Als der Flußbau voll-endet war, erhielt Brosi eine ihm genehme Anstellung,er wurde beeidigter Holzmesser. Der gekerbte Maß-