Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
435
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sie wüßten nur nicht wo und wie und dürften hoffenihn einst wieder zu sehen.

Aber weißt" setzte daun Brost hinzuich möcht'ihn doch noch da auf der Bank sitzen sehen, droben aufdem Himmelsstuhl ist mir's doch ein bisle zu spät,und ich möcht' ihm doch auch noch sagen, daß ich ganzgut mit ihm bin und er auch mit mir und wir könntenbeide ruhiger sterben."

Moni seufzte still, sie konnte ihrem Manne nichtsagen, wie ihr zu Muthe ward, wenn von Severindie Rede kam; daß er noch lebte, sagte ihr eine innersteZuversicht und sie zweifelte gar nicht an deren Wahrheit.

Die Ausgewanderten schrieben in ihren Briefen,daß sie nichts von dem Severin erfahren hätten, aberjedes schrieb einen besonder» Gruß an Brosi und Moniund die Neuverheiratheten setzten oft hinzu, daß sieweiter nichts wünschen, als sie möchten auch eine sogute Ehe haben wie Brosi und Moni.

Siehst" sagte dann Brosiin Amerika reden sievon uns. Moni, wie meinst? Wenn wir's erleben,halten wir goldene Hochzeit und lassen uns noch einmalzusammen geben, oder willst mich nunmehr und sollich mir eine andere holen? Darfst'S nur sagen, duhast das Jawort."

Jedem Begegnenden erzählte Brosi, was die Aus-gewanderten an ihn geschrieben hätten und war allezeitwohlgemuth. Wer ihn von ferne sah, lächelte imVoraus, denn er wußte, daß der Brosi ihm etwasErheiterndes sagen würde und verrcchnete sich nie undBrosi ward dadurch selber immer heiterer, denn wie

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