432
gen; die Geschwister und die Tochtermänner hütetensich wohl, etwas von der Familicnstreitigkeit unterfremde Leute zu bringen. Man hörte lange nichts vonSeverin. Erst als Brost selber wieder in die Fremdezog, sagte ihm der Revierförster, der jetzt schon Auer-hahnwirth war:
„Ich Hab' sechs Wochen, nachdem dein Severinfort gewesen ist, Briefe von ihm gehabt aus Mainz."
„So? und was schreibt er?"
„Er bittet mich als seinen Gevatter, ich soll beidir anhalten, du mögest ihm doch was Geld schicken."
„Hast ihm Antwort geschrieben?"
„Ja."
„Ohne mein Wissen? Und was denn?"
„Was ich gewollt Hab. Ich Hab ihm geschrieben:wenn ein Mensch wie er sich nicht allein fortbringenkann, soll er heimkommen und seinem Vater helfenKartoffeln schälen."
Es nützte nichts, daß Brost den Gevatter überseine eigenmächtige Handlungsweise hart anließ, under getröstete sich endlich, daß er seinen Sohn gewiß inMainz oder beim Baue des Dunkelnels finden werde.Er machte sich schon im Voraus ein Verfahren zurecht,das er gegen ihn beobachten wolle, und war nur zwei-felhaft, ob er den Ranzen gleich mitnehmcn solle,aber es war besser, dieß zu unterlassen, denn mankonnte doch einander verfehlen, und Moni war wiederauf's Neue aus ihrem eingeschlummertcn Leidwesengeweckt.
Mit frohem Muthe zog Brost mit seinen beiden