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gehen. Es gehörte in der That eine Selbstüberwindungdazu, das Gäßchen zu vermeiden, man mußte nicht nurimmer einen Umweg machen; wenn man aus der Thüretritt, führt das Gäßchen gerade links an dem Hause vor-bei und es ist eine seltsame, unerklärte Eigenheit, daßman beim Austritt aus einem Hause ohne zu wissen wohinlinks wendet, wie man beim Ankleiden den linken Stiefelzuerst anzieht. Brost selber mußte sich noch oft hemmen,daß er nicht unwillkürlich den verbotenen Weg ging. DerSeverin war das einzige Kind, das von dem Vaterviel Schläge und wenig gute Worte erhielt und geradeder Severin war, wie sich schon früh zeigte, das ehr-geizigste seiner Kinder und hätte sich eher todtschlagcnlassen, als daß er um Erbarmen schrie oder um Ver-zeihung bat. Wenn der neue Lehrer, der ein tüchtigerMann war, den Severin lobte, zuckte Brosi die Achselnund sagte: „es ist eben ein knützer") Bub. Wenn ihmmeine Frau einmal ein Käsbrod giebt, frißt er denKäs oben 'runter und erst wenn ich ihm mit Schlägendroh, bitzelt er am Brod, und ich sollt ihm Hosen vonEisen machen lassen, er hat eine besondere Kunst seineledernen zu verreißen. Das beßt' an ihm ist, daß ersingen kann wie ein Kanarienvogel, aber wenn man's ihnheißt, da thut er's nicht und wenn ich aus der Haut fahr.Ich will ihn aber schon eingeschirren, wenn ich ihn einmalmit mir nehm' und ihn ferm in meine Finger fass'."
Die erwachsenen Söhne und Töchter Brosi's gingennun auch schon zum Tanz, das Rösle, das neben Kilian
knüh — z„ bösen Streichen aufgelegt, nichts nutz.Auerbach, Dorfgeschichten, 3. Baud. 27