recht Ernst gewesen zu sein und wäre dieß nun auchschwierig geworden, da Endringcn jetzt Ausland war.Brost hatte zu dein Schaden noch den Spott, daß erfortan der Gäßles-Brosi hieß; man hatte schon langenach einem Unnamcn sür ihn gesucht, jetzt hatte maueinen, mit dem man ihn aufziehen konnte. Anfangsthat er den Leuten den Gefallen, sich darob zu är-gern, nach und nach aber lachte er dazu und seinealte Lustigkeit brach auf's Neue hervor. Wer aberseine besondere Gunst haben wollte, durfte nicht durchdas Gäßchen gehen und vor Allem seine Kinder durftennie diesen Weg betreten, wie er und seine Monikaihr Lcbcnlang keinen Fuß darauf setzten. Es wurdeBrost nicht verwehrt, eine Art Verhau am Eingängedes Gäßchens anzubringen, um auch seine Hühner undGänse abzuhalten, daß sie den Weg nicht gingen,Brost rammte aber scharfgespitzte Pfähle ein, daß sichManche daran verwundeten, und wenn man Kies aufdas Gäßchen schüttete, um cs trocken zu legen, war eram andern Morgen verschwunden; den größten Thcildes Jahres gab es keinen nässeren Weg, als ebendieses Gäßchen.
Die Gäßlesgeschichte war noch lange der geheimeKummer Brosts und er klagte besonders dem GevatterGipsmüller oft, daß dieß das einzige Leid sei, das ermit sich herumtrage und empfing den Trost, zufriedenzu sein, daß er sonst keines habe.
Im Jahre achtzehn erließ die Regierung die fol-genreiche Verordnung, die den Beamten jegliche Gc-schenkannahme verbot; dieß traf besonders auch die