Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
390
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Handkarren voll in dem Schuppen unabgeladen, alsMoni rasch und gesund eines derben Knaben genas,der seine Befähigung zum Sänger mit tüchtigemSchreien bekundete.

Die Tage, die Moni wiederum mit der Mutterallein gewesen, waren voll Hader und Verhetzung;die Mutter hatte eine teufliche Lust daran, der Tochterimmer vorzusagen, daß der Brosk gewiß nicht wiederkäme und wußte viele derartige Beispiele zu erzählen.Endlich kam ein zufriedener Brief von Brosi, woriner erzählte, daß er nach mühseligem Suchen zuletzt imElsaß Arbeit gefunden. Moni hatte nicht das Glückden Brief lesen zu können, aber sie trug ihn doch stetsbei sich und war nicht mehr allein, und als sie dasKind in den Armen hielt, war sie eine glückseligeMutter und Frau.

Unterlieferanten waren in das Dorf gekommen undhatten zur Ausrüstung des Heeres alles Leinenzeugaufgekauft, Moni erhielt für ihren Vorrath ein schönStück Geld und in diesem Sommer baute sie selbstetwas Hanf, sic hatte einen Theil der neu erworbenenWiese versuchsweise dazu verwendet und den Grasgartenam Hause zu einem Kartoffel- und Krautacker ver-wandelt, dabei lebte sie so sparsam, daß sie noch Milchverkaufte und die schwarze Henne, die immer amspätesten zu legen aufhörte und am frühesten wiederanfing, hatte gebrütet und elf Junge glücklich erzogen,deren Verkauf nun auch eine gute Beisteuer gab. Derkleine Knabe, den die Mutter immer in einem Korbemit sich auf's Feld nahm, gedieh zusehends.