Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Zehntes Kapitel.

Das Erdreich wird aufgegrabcn und Stein anStein zur Grundmauer gefügt, langsam schreitet derBau fort, bis sich die Mauer über die Erde erhebtund in Einem Tage thürmt sich das Gebälke darüber,prangt die Maientanne auf dem Giebel und läßt dieHellen Bänder im Winde flattern. Die Menschen, diedes Weges kamen schauten allzeit um nach dem Baue,still ahnend oder hell bewußt, daß wieder ein FleckErde der Heimath von Baum und Pflanze entzogenist, um der Gemeinsamkeit eines Menschenlebens Raumzu gönnen. Wenn der Bauspruch ertönt, stehen sielauschend versammelt, dann aber zieht ein Jedes dahinund hat noch kaum einen Blick dafür, wie sich derBau ausfüllt und im Innern vollendet.

Wir haben die Gemeinsamkeit des Lebens von Brosiund Moni sich erbauen gesehen, wir kennen das Grund-wesen desselben und müssen nun sehen, wie es dasSchicksal wendet und wie es die Betreffenden aufnehmen.

Moni war so glücklich, noch ihr Heu einzuthun undzwar auch das von der neu erworbenen Wiese imuntern Thale, die sie von der Wittwe des wirklichverstorbenen Kappelbauern kaufte, und noch stand ein