Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Winter gcthan hatte, als ob er ihm eine überschwäng-liche Gnade angedeihen ließe, hielt ihn jetzt aus Mangelan Holzknechten fest. Brost war damit zufrieden, erging immer bei Tag in den Wald und sah mit un-nennbarer Erquickung, daß sich sein Bcsitzthum täglichvermehrte und Brost war der lustigste Schlittengaul,wie er sich oft nannte.

Nun kam noch das glückliche längstersehnte Ereig-niß, daß dasbrave Küh'le" endlich kalbte und derSprößling war so starkknochig, daß nur zu bedauernwar, daß man seine fernere Entwicklung nicht mit er-leben durfte; dafür legte aber auch schon nach achtTagen der Metzger zwei harte gediegene Kronthalerauf den Tisch und noch zwölf Kreuzer Trinkgeld fürdie Moni; diese war schon ohnedem im gelobten Lande,denn eine neumelkige Kuh im Stalle ist für eine wirth-liche Frau eine Wonnezeit und noch dazu begannen dieHühner schon wieder zu legen. Fülle und Reichthumwar im Hause und baar Geld dazu. Moni sang wieein junges Mädchen im Hause umher und Brost sang mit.

Jetzt sind wir reich. Jetzt haben wir zwei frisch-melkige Küh," sagte er eines Tages und Moni er-widerte :

Ich dank Gott für die eine."

Und wir haben doch zwei."

Ich hoff auch, wir kommen mit Gottes Hülfe nochdazu."

Nein, wir haben's jetzt schon."

Mach mich nicht zum Narren," schalt Moni ver-drossen und schelmisch erwiderte Brost: