in besonders eindringlicher Weise wie solches der un-gestörte Fortgang nicht hervorgebracht hätte. Monilehnte indcß jede Answägung des Schuldanthcils ander Mißhclligkeit klüglich ab, obgleich Brost auch hierden größerenTheil auf sich nehmen wollte, sie sagteimmer: „Das Wasser ist den Bach 'nab und vorbei."
Beim Essen, wo es wieder munter hcrging, mußteMoni ihrem Manne viel zureden, aber beim bestenWillen brachte er es heute nicht zu seiner gesetzten ZahlLeberspatzen; der Zank am Morgen hatte ihm doch dieEßlust etwas verdorben. Moni versprach den Ueberrcstauf den nachkommenden Hunger aufzubewahren.
Als sie am Mittag nach der Kirche ging, erschloßes sich ihr plötzlich wie eine Offenbarung; sie konntebei ihrem Manne Alles zuwege bringen, wenn sie beieiner Zurechtweisung ein Lob vorspannte. Voll Dankund Freude saß sie in der Kirche und sang laut mit.
Brosi war unterdeß daheim mit der Aufzeichnungseiner Wochenarbeit bald fertig, aber noch lange saßer über das Blatt gebeugt und hielt die Feder fest,er wollte sich's zur Warnung aufzcichnen, daß er eineWoche Fröhlichkeit verloren und heute den ersten un-nöthigen Zank mit seiner Frau gehabt habe, aberwozu das aufschreiben? und noch dazu da wo esJedermann lesen kann? Er konnte es aber nicht unter-lassen zur Erinnerung drei eingeringelte Kreuze zumachen, und wie gesagt, so oft er solch ein Blattwieder sah, stand Alles wieder deutlich vor ihm undbei den drei cingcringelten Kreuzen erzählte er dieseGeschichte aufs Genaueste.