Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
371
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Am Abend als zur Suppe die rückständigen Lcbcr-spatzen eingeheimst waren, ging Brost wiederum mitseiner Frau nach dem Auerhahn. Er hatte ihr vorauö-gesagt, daß er nicht mit Einemmale absetze, und hieltes auch so, er ließ sich nur maßhaltend zu Scherzenherbei.

Es giebt Menschen, die, wenn sie in Gesellschaftmit anderen sind, th eils aus Langeweile theils ausGefälligkeit gerne Lachen erregen, und dabei leicht ihrenatürliche Laune überschrauden und sich selbst zumBesten geben, sie spinnen sich in ein Netz von Späßen,aus dem sie gar nicht mehr heraus können, auch wennsie sehen, daß die Gutmüthigkeit mißbraucht wird undman diese Opferung noch dazu für Eitelkeit hält.

Und noch eins: In vielen Kreisen der geselligenLust hat man weit eher und länger seine Freude anlächerlichen und sogar an spottsüchtigen, als an eigent-lich lustigen Menschen. Wer über das menschlicheLeben Nachdenken mag, wird sich das leicht erklären,und es hat mehr als einen Grund.

Man findet Beispiele hiefür an albumbedccktenTischen, wie in tabaksdampferfüllten Dorfschenken.

Heute, da sich Bros! ruhiger verhielt, merkte er, inwelcher Gefahr er gestanden war; denn Einmal indie Rolle des Lustigmachers gekommen, ist es unsäglichschwer, sich ihrer wieder zu erledigen.

Jetzt war es noch Zeit, die Voraussetzung zu zer-stören, daß er sich zu dem gnädigen Spaß der Groß-bauern hergebe.

Als er mit seiner Frau heimging, lobte er wieder-