Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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der Großbauern gab es darob oft ein Lachen, daß derTisch wackelte und Gläser und Flaschen an einanderklirrten. Brosi war dabei der erfindungsreichste Urheberneuer Scherze und Neckereien, und unversehens warer selber der Gegenstand des Hänselns geworden, ermerkte das wohl, aber es erheiterte ihn Andere zuerheitern und er gab sich selber zum Beßten so vielman wollte.

An dem Abend, an dem dieß zum Erstenmale geschah,ging Moni still hinter ihrem Manne drein nach Hauseund so behutsam sie auch im stillen Kämmerlein sagte,daß er sich nicht zum Narren hergeben dürfe, sonstkönne er künftig allein gehen und sie wolle diese Ehrenicht mehr mit genießen, Brost schmollte hierüber zumErstenmale mit seiner Frau und sagte, daß er nichtin's Ehejoch gegangen sei, um alle Lustbarkeit in sichertödten und sich beschimpfen zu lassen und er gabseiner Frau keine Antwort, als sie ihm gut Nachtsagte.

In dieser Woche ward Brosi die Arbeit doppeltschwer, er pfiff keine Ländler beim Ausschnaufen imThale. Moni war stets gleich freundlich, er warteteindeß stets, daß sie ihn um Verzeihung bitte; sie aberthat es nicht, und Brosi ging immer zu Bette, bevorer seinen ersten Schlaf auf der Tischbank hielt.

Am Sonntag Morgen, als ihm Moni den Nockanziehen half, ihm Hut und Gesangbuch darreichte,sagte er endlich:

Moni, kannst mich so in die Kirch" gehen las-sen? Hast dich noch nicht besonnen? Bittst mich