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Walde, daß allsonntäglich nach dem Nachtessen dieEheleute, wenn sie gut mit einander lebten, gemeinsamin's Wirthshaus gingen. Es war nicht wie heute,wo der Mann sich allein einen frischen Trunk vomFasse holt und die Frau mit versauertem Gemüthedaheim läßt. In der Regel gingen die Frauen aber,besonders wenn sie Kinder und ein großes Hauswesenhatten, wenn sie vom Glase genippt hatten, bald wiederfort und dieser Wirthshausgang war mehr eine Muste-rung über das Ehcleben.
So ging auch Brosi das Dorf hinein und seineFrau hinter ihm, sie that das nicht anders, sie gingnie voraus.
Im Wirthshaus war strenge Rangordnung undNiemand dachte sie zu durchbrechen. Die Großbauernhatten ihren besonder« Tisch und bekamen Flaschenund Gläser dazu, die Halbbauern saßen wieder geson-dert und hatten glatte Schoppengläser, die Häusler,wozu Brosi gehörte, saßen ebenfalls für sich und hattengerippte Gläser. Dem Eintretcnden brachte es indeßdieser und jener zu und er mußte aus jedem Glasetrinken mit einem „Gesundheit" beim Ansetzen, und„Groß Dank" beim Absetzen. Wenn Brosi eintrat,war keiner in der Stube, der es ihm nicht zubrachte,denn er war von Allen wohlgelitten und daran hattebesonders Moni ihre Freude; sie strahlte vor Glück-seligkeit, sie, die Vereinsamte, Verstoßene, die nundurch ihren Mann in die Gemeinschaft der Menschenausgenommen war, und solche, die früher kaum nachihr umschauten und kein gutes Wort für sie hatten,