Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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ein Schwefelholz entzündet und nach einander alle, dieman bei sich hatte, an die Fackel hielt, bis es auf dieNägel brannte, mußte man oft eine Stunde lang auf demFlecke stehen bleiben, wo man eben war; man durstees nicht wagen in Finsterniß und Schneewehen weiterzu gehen, bis der Morgen anbrach. Ist schon dasWarten in jeglicher Lage ein die innerste Verstimmungleicht aufreizendes, so war es hier noch weit mehr;man zankte und stritt sich über das geschehene Unge-mach, und da man sich bei diesem Streite nicht sah,gab es oft die lustigsten Stimmenverwechslungen, undbesonders der Brost machte oft den Spaß, mit sichselber einen Streit anzufangen oder mitten im Gezankedie Stimme eines Unbetheiligten nachzuahmen und inseinem Namen tüchtig zu schimpfen. Man trappelteauf dem Platze hin und her, und wo eines einenKnaben unter die Hände kriegte, bekam er einen Knuffals muthmaßlicher Uebelthäter und in das Zanken undStreiten mischte sich klägliches Weinen des Knabenund noch lauteres Schelten und Fluchen des betreffendenVaters. Es war fast immer so finster, daß man ein-ander in die Augen greifen konnte, und dabei stießman sich noch gegenseitig mit den Schlitten auf demKopfe, theils muthwillig, theils im Hader, wenn einerseinen Schlitten abnehmen, und den andern dadurchvon seiner sichern Stelle verdrängen wollte.

Brosi verhielt sich in solchen Fährlichkeiten auchoft ganz ruhig, und wenn Alles durcheinander lärmteund schrie, schüttelte er sich nur und machte das Rol-lenhalfter, das er sich umgehängt hatte, laut klingen.