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heutigen Tages für hundert Stück gern drei Kreuzerbekommt, war man damals froh, sie für einen los zuwerden. Brosi machte noch am Abend spielend seinezwei bis dreihundert fertig, und das gab doch immeretwas für Salz und Oel, denn auch dieses brauchteman, da es die Mutter nicht leiden konnte, daß manLichtspäne in der Stube brannte. Oft stellte Monimit ihrem Manne den Wettkampf an, daß sie einenFaden abspinne, bis er zwei Schindeln geschlitzt habe,und sie hielt es richtig inne.
So weit die dunkle Tanne die hohen Berge bedeckt,gab es gewiß kein arbeitsameres und fröhlicheres Hausals das von Brosi und Moni, und noch dazu standensie am Vorabende eines glücklichen Ereignisses, denndas „brave Küh'le," wie es Moni stets nannte, mußtenun bald ein Kalb bringen, aus dessen Verkauf man eingut Stück Geld in die Hand bekam, und wenn danndie drei Hühner zu legen aufhören, hat man doch wiederMilch im Hause und eine volle reiche Haushaltung.
Bei jedem Begegnenden auf dem Waldgange undin den Gesprächen bei der Arbeit selbst, forschte Brosistets nach einer andern Tagesbeschäftigung, aber erkonnte und mochte keinen Tag aussetzen, um nach einersolchen umzuschauen, und das besonders seiner Frauwegen, sie sollte nicht merken, wie mühselig ihm dieseungewohnte Arbeit war und erst davon erfahren, wenner eine andere ausfindig gemacht. Diese Rücksicht waraber nicht lauter Zartheit, sondern vornehmlich auchStolz; ein Mann wie er, sagte sich Brosi, darf sichvon seiner Frau nicht darum ansehen lassen, daß er
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