Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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oder nicht mehr ergiebig genug, so ging es an diewortlose Musik, Hopser und Walzer und besondersder Siebcnsprung wurden ohne Ende zweistimmig ge-sungen, bis der Uribasche, der Nachtwächter, neun Uhranrief. Dabei waren aber beide Eheleute nie müßigmit den Händen. Moni hatte von dem Gelde, dasnach Ankauf der Kuh übrig geblieben war, Hanf ge-kauft und spann nun denselben mit nie gesehenerSchnelligkeit; sie war ja überhaupt allzeit lebhaft undfleißig, drehte sich dreimal herum bis ein anderes nuraufstand. Brosi hatte auch nie zu den Langsamen undTrägen gehört; er fand aber in den Winterabendennichts anderes zu thun, als dieselbe Handthierung, diein der ganzen Gegend heimisch war, nämlich Schindelnzu machen. Damals war es noch nicht wie heute,wo die Holzhändler alles Stammholz aufkaufen undden Schindelnmachern nichts übrig bleibt, als die ast-vollen Spitzen, die nur im Kerne zu verarbeiten sind,damals ging man noch hinaus in den Wald und bc-zeichnete sich eine Schindeltanne, die man als Spalt-holz zum Revierpreis und manchmal auch nur füreinen Küchengruß erhielt, denn damals wurde nochnicht jeder Baum in sieben Bücher eingeschrieben undverrechnet, da hatte man zartes, das heißt, astlosesHolz genug, und wenn man den Stamm in kleineschuhlange Blöcke gesägt und in Würfel gespaltenhatte, durfte man nur das Messer oben einsetzen, ummit leichtem Handgriffe die Schindel nach der Faserzu schlitzen. Freilich waren sie damals auch noch bil-liger, das heißt das Geld war theurer; wenn man