Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
352
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aus. Am glückseligsten war er aber doch, wenn erin sich hinein dachte, welch' einkugelig Weible," wieer es stets nannte, er daheim habe, und manchmalverzehrte er verstohlen, um den Neckereien der anderenzu entgehen, einen guten Bissen, den ihm Monihehlings" in die Tasche gesteckt hatte. Wenn er dannAbends heim kam und die Art in einen Küchenwinkelstellte, wischte er sich behaglich Reif und Schnee ausdem Bart, stellte sich breitspurig, die Hände auf demRücken, vor seine Moni, die am Heerde stand undschaute sie so lange an, bis sie lachte, dann sprach erganz leise mit ihr, damit cs die Mutter in der Stubenicht höre, und dieses Heimlichthun, das doch seinetraurige Ursache hatte, erschloß wieder seinen besonder»Reiz. Brosi und seine Frau waren immer wie zweiLiebende, die sich vor einem keifenden Vormunde nurverstohlen und heimlich nähern dürfen, denn dasApothekerrösle fluchte und schimpfte immer, wennBrosi und Moni mit einander scherzten und sagte, siewollten cs noch vergiften, um ihre Narrctheicn unge-sehen treiben zu können. Sprachen sie einmal leisemit einander in der Stube, so heulte und wehklagte dasApothekerrösle, daß man es zehn Häuser weit hörenkonnte, und die Eheleute ihr Alles versprachen, wenn siennr still sei. Moni hatte der Mutter einen Theil desBettes nehmen müssen, und nun klagte sie stets über dashartherzige Kind, das ihr die Kissen unter dem Kopfewegzöge, und das sie gewiß bald aus der warmenStube vertreibe, aber sie gehe nicht fort und werdenoch einen Menschen finden, der für sie den Vogt hole.