Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
345
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genösse Brosi's, aus Endungen gebürtig, verstand esdie rechten Worte für die Weihestimmung zu treffenund als er die Anrede an Brost hielt, wünschte er ihm,daß sein Glück so fest und ohne Wanken sein mögewie die Steine dieses Baues, die er zusammenfügengeholfen.

Beim Ausgange war ein großes Gedränge undabermaliges Läuten, Böllerkrachen und Musikschall undjetzt, nachdem der nöthige Ernst abgethan war, brachdie Freude mit verdoppelter Macht hervor.

Die Brautführer geleiteten die Braut und ihreGespiele bis in's Wirthshaus, stießen dort ihre Säbelin die Stubendecke, genau da, wo Braut und Bräutigamsitzen müssen und nun begann der Brauttanz. Es wareine Lustbarkeit, wie sie zwischen den dunkeln Wäldernnoch selten gefunden war und Brost nickte zufriedenals ihm einer der Burschen mitten aus dem Tanzezurief:Heut sind wir Alle lauter Broffs." Er selbstfühlte sich in seiner neuen Würde zu ernstem Maßhalten gestimmt und hatte auch dafür zu sorgen, daßer mit Jedem der Gäste ein freundliches Wort sprachund daß Jeder für sein Geld gehörig bedient werde.Auch hatte er Grund genug zu ernstem Nachdenken.Er hatte seiner Schwiegermutter Wein und Essen nachHans, gebracht und sie hatte vor seinen Augen denWein in die Stube geschüttet und dabei so höllischgelacht als wäre ihr Wunsch vom Morgen in Erfüllunggegangen und sie wirklich des Teufels Großmutter.Er suchte indeß diesen Gram zu verwinden und alserste Anwendung seines vor der Hochzeit sich gestellten