Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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er, worauf Moni diese feste Männlichkeit hochpries.Brost schmunzelte, dann aber sagte er mit der Zungeschnalzend:

Jetzt ist's genug, sonst kommen wir ja in einGeflenn, wie die Katzen auf dem Dach. Luftig, undwenn der Sack sieben Löcher hat."

Zum Erstenmal mußte Moni mit ihm in denAuerhahn zum Weine gehen, sie sträubte sich langedagegen und wollte es auf Sonntag verschieben, aberBrost behauptete, heut' sei Sonntag und gab seinerBraut als Probe auf, das augenblicklich zu glauben.Lachend sagte Moni:

Hast recht, heut ist Sonntag, aber ich muß mirdeswegen auch schnell meine Sonntagskleider anziehen.Ich bin gleich wieder da."

Sie erfüllte dieses Versprechen mit überraschenderSchnelligkeit und noch nie schmeckte Brosi ein Schoppenso gut als den er mit seiner Moni austrank. Durchdie Nacht heimwärts gehend, sangen sie in beweglicherWeisung:

Es gicbt kein' größre FreudAuf dieser Erden,

Als wenn zwei junge, junge LeutIn Ehstand treten.

Da giebt cs keine Noth,

Kein Kreuz und kein Leiden,

Nichts als der bittre TodDer kann sie scheiden.

Noch nie ging Brosi so wonneselig von seiner Brautals an diesem Abend. Als er ihr am andern Morgenbegegnete, sagte sie: