und Kolben geordnet und leicht zu finden fiat. Diebeiden älteren Töchter des Apotfiekerrösle dienten inder Schweiz, wohin schon damals des größeren Lohneswegen der Zug der Dienstboten sich lenkte, die jüngsteTochter war daheim und konnte jetzt nicht mehr indie Fremde, da die Mutter plötzlich lahm gewordenwar. Die Rede ging, in Kronweiler habe ein Bauerin der Nacht einer schwarzen Katze, die im Stalle einenRappen ritt, daß er schäumte, den Fuß abgeschlagen,und das sei das Apothekerrösle gewesen. Wenn dasApothekerrösle, deren Vorderhaupt vom jahrelangenKorbtragen auf dem Kopfe ganz kahl geworden war,Jemanden zum Fenster heraus grüßte, dankte manschnell mit einem frommen Gruße, damit man kein Leiderfahre.
Brosi war nicht frei vom Herenglauben, so gerneer sich das auch eiurcdete, jetzt aber empfand er garkeinen Schreck, wenn ihn das Apothekerrösle am frühenMorgen grüßte, im Gegentheil, es muthete ihn heiteran, und er war oft versucht, das der Alten zu sagen,die gewiß um die üble Nachrede, die sie verfolgte, be-kümmert war; aber es war doch besser, sich hier garnicht einzulassen, denn Brosi fühlte, daß er nichtsvon der Mutter zu gefährden habe, vor der erdoch noch eine Scheu hatte, die Tochter mit der Hel-len Stimme und dem arglosen und doch wiederumschelmischen Blicke konnte es ihm weit eher anthun.Brosi aber wollte noch höher hinaus. Zunächst warer noch jung und gedachte über die Berge zu wandernund in der Fremde sein Glück zu suchen; ließ er sich