Der Staatsanwalt wollte ihn umarmen, aberDiethelm wehrte ab.
Alles war nun so heiter, als es die Traucrpflichtzuließ, und ohne noch irgend ein Bedenken in sich auf-kommen zu lassen, ging Diethelm zu dem Vorsitzendenund meldete sich freiwillig. Es wird ja noch immergeloost und kann frei sein und ist es nicht, so wollteer sich als Mann zeigen, beschwichtigte er sich. Seineganze trotzige Kraft war wieder in ihn zurückgekehrt.
Am Morgen, als die Gerichtsverhandlungen be-gannen, wurde Diethelm von seinen Schwurgenossenherzlich bewillkommt, nur der Steinbauer blickte vorsich nieder und Diethelm heftete seinen Blick so langeauf ihn, bis er aufschaute und dann wie getroffen dasHaupt wieder senkte. Das war ein Triumph, derschon viele Beschwerden aufwog. Auch der Rechtsan-walt Nothmann bewillkommte Diethelm herzlich undlobte ihn wegen seines Wiederkommens. Bei jedemNamen, der aus der Urne gezogen wurde, war Diet-helm voll Spannung und er hatte die wirkliche Freude,daß schon die Zahl elf voll und er noch nicht unter denGezogenen war; aber nun machte Nothmann vonseinem Ablehnungsrechte Gebrauch und verwarf sechsder Ausgeloosten bis Diethelm endlich als Letzter dochnoch unter die Zahl der Geschwornen kam. Er nickteruhig und setzte sich auf seinen Platz.
Im Gerichtssaale war der Zuhörerraum, der nurdurch ein Gitter abgeschieden war, gedrängt voll undin der Loge der Schwurbank gegenüber saß ein Mäd-chen in Traucrkleidern, es war Fränz, die mit doppelt
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