Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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anwalt, daß schon, als Diethclm so rasch abreiste, sichvon Böswilligen ein verdächtiges Gerede über ihnkundgegeben habe, für dessen ersten Urheber er denSteinbauer halte. Als sich nun herausgestellt, daß dieSchwiegermutter wirklich gestorben sei, habe Alles ge-schwiegen. Wenn er aber jetzt abreise, gerade bevorman die Thüre zu dieser Verhandlung öffne, werdesich der Verdacht wieder regen und er sei es sich undseinen Kindern schuldig, gerade zu zeigen, daß er jederOeffentlichkeit sich mit freier Stirne blosstcllen könne.Diethclm weigerte sich noch immer, und Franz stellte sichauf seine Seite, indem sie zu ihrem Bräutigam sagte:Gustav, du bist sonst so lieb und gut und bistein Herzenkenner, aber du kannst nicht ermessen, wieschwer das Gericht halten dem Vater ankommt. Dubist es das ganze Jahr gewöhnt."

Ja, ihr seid Menschenmetzgcr und habt kein Mit-leid mehr," fuhr Diethclm auf.

Der Staatsanwalt schluckte den Aerger über diesenVorwurf hinab, und sagte die Hand Dicthelms fassend:Jetzt sag ich wirklich, thun Sie es mir zu lieb,ich kann es um Ihrer und meiner Ehre willen nichtdulden, daß nur ein Augcnblinzeln meiner Collegcnden beleidige, den ich Vater nenne. Thun Sie es, sohart es Sie auch ankommt, um unserer Ehre willen.Ich bitte dringend."

Brauchen nicht so bitten," sagte Diethclm mitgepreßter Stimme, denn cs wollte ihn bedünken, daßsein Schwiegersohn auch nicht frei von Verdacht war,brauchet nicht so bitten. Ich thu's, ich thu's."