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3 (1853)
Entstehung
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Gefängnißwänden abgefressen, so daß er ganz schwarzwurde, es ist möglich, daß er sich tödten wollte, eskann aber auch sein, daß er nur seine Untersuchungs-haft noch um ein Vierteljahr hinaus zu ziehen hoffte,aber wir haben ihn so hergestellt, daß er morgen vordie Bank der Zwölf Männer kommt, und Sie müssendabei sein Schwäher, Sie müssen."

Diethelm preßte die Lippen fest zusammen undtrappelte mit den Füßen rasch auf den Boden. Hattedenn der Teufel sein Spiel mit ihm, daß er ihm dieseGeschichte aufbewahrte und sie ihm wie einen Fallstrickabermals vor die Füße warf?

Ich muß? Warum muß ich? Wer kann michzwingen? Ich bin dispensirt. Wer will mich zwin-gen?" sagte er endlich und bebte in allen Gliedern.

Der Staatsanwalt erwiderte, es sei gut, daß dasNiemand anders gehört als er, er ließ die Hand derFränz los und fuhr fort zu berichten, daß der AdvokatRothmann, der Vertheidiger Reppenbergers darauf be-stehen werde, Diethelm auf der Schwurbank zu sehen,lasse er es darauf ankommen, daß der Gerichtshofdarüber entscheide, so mache das großes Aufsehen undrühre Altes, Eingeschlummertes wieder auf, das ohne-hin sich schon wieder geregt habe, drum sei es amBesten Diethelm melde sich freiwillig.

Das thu ich aber nicht," sagte Diethelm auf-stehend,ich nehm' meine Fränz mit und reise noch indieser Stunde nach Buchenberg. Was redet man vonmir? Sagct'ö frei heraus."

Mit der größten Behutsamkeit erzählte der Staats-

Aucrdach, Dorfgeschichten. Z. Band. 19