Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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bergers. Nur beiläufig bemerkte er, daß die Ge-schworenen bös gestimmt werden, wenn man Sachen,die nicht daher gehören, anbringe. Er hoffte, daß ihnRothmann verstanden habe und von dem ähnlichenihn betroffenen Fall nichts erwähnen werde. Roth-mann nickte still. Es kam Diethelm der Gedanke, zu demVorsitzenden zu gehen und ihm zu sagen, daß er heimmüsse, seine Frau sei todtkrank, aber er wagte es dochnicht, dies auszuführen, und er schlug sich nach vielemBesinnen auf die Stirn, da er sich erinnerte, daß derVorsitzende ja kein Ablehnungsrecht habe. Er gingnoch in das Wirthshaus, wo sich in der Regel dieGeschworenen versammelten, und hier kam es endlichzu heftigem Streit zwischen ihm und dem Steinbauer,dessen sicherer aber auch boshafter und gern verurthei-lender Charakter ihm stets zuwider gewesen war.

Mit besonderm Behagen und listigem Augenzwin-kern spielte der Steinbauer wiederholt darauf an, daßsie morgen einen Schwarzkünstler (ff nannte er stetsspöttisch die Brandstifter) cinthun wollten, damit dieBrandsteuer nicht immer wachse.

Anfangs hörte Diethelm ruhig zu, bis er glaubte,daß Stillschweigen ihm mißdeutet würde, und bald warer mit dem Steinbauer im heftigste» Streite. DerSteinbauer, der stets so kaltblütig und wortkarg war,zeigte sich unbändig wild, wenn er in Zorn gebracht wurde.Es ließ cs an gedeckten und doch bitter hässigen Redengegen Diethelm nicht fehlen, und nur dem Schultheiß vonRettinghausen gelang es, Tätlichkeiten zu vermeiden.

Als trüge er noch all' das Lärmen und Schreien