Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
269
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liches Spiel, das er mit sich treibe. Er nahm seineigen Gefährte nur bis G. mit, dort gesellten sich imEilwagcn die anderen Geschworenen zu ihm, der Stern-wirth und der Steinbaner waren auch dabei.

Es war das erste Schwurgerichtötagen seit undenk-lichen Zeiten und alle Mitwirkenden waren in feierlichgehobener Stimmung, der der Vorsitzende des Gerichts-hofes und der Staatsanwalt wie der Altmeister derRechtsanwälte beredte Worten gaben. Besonders einWort des Vorsitzenden drang Diethelm in's Herz,denn er hatte gesagt: Ein Verbrechen, das ungesühntin der Seele ruht, gleicht dem Brande in einem Koh-lenbergwerke. Man stopft es zu und will das Feuerersticken, aber es brennt weiter, unterirdisch, ungesehen,und eine Oeffnung die sich austhut läßt die Flammecmporschlagen.

Diethelm fühlte bei diesen Worten, wie es wirk-lich in seinen Eingeweide,: brannte, und er hätte lautaufschreien mögen vor Schmerz, aber er bezwang sich,und als jetzt die Rechtsgelehrten der verschiedenenStellungen gesprochen hatten, trat eine Pause ein.Man erwartete eine Ansprache aus der Mitte der Ge-schworenen. Einer stieß den andern an, er möge reden,und doch hätte jeder gerne selbst gesprochen, die Pausedauerte peinlich lange, da erhob sich Diethelm, erglaubte gerade besonders zeigen zu müssen, wie sehr erdie Bedeutsamkeit der neuen Einrichtung erkenne, dieWorte dcö Amtmanns bei der Wahlversammlung kamenihm wohl zu statten, und hatte er sich vordem nichtgescheut, mit fremdem Geld und Gut groß zu thun,