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3 (1853)
Entstehung
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so hatte cs mit einem fremden Gedanken gewiß vielweniger auf sich. Anfangs bebend, dann aber mitfester Stimme wiederholte er, in seine Weise über-tragen, jene Worte, und Alle standen auf, als er plötz-lich stotternd abbrach und die Hände faltend mit ge-haltenem Tone das Vaterunser sprach.

Bevor die Namen der Geschworenen verlesen wur-den, ließ der Vorsitzende durch den Gerichtsschreiberein ärztliches Zeugniß vortragen, das der Steinbauerbeigebracht hatte und ihn befreien sollte. Nach kurzerleiser Berathung erklärte der Schwurgerichtöhof, daßdie Befreiungsgründe nicht zureichend seien. Diethelmschaute mit triumphirendem Lächeln auf den Stein-bauer, der aber keine Miene zuckte.

Nun ging es an das Verlesen der Namen, undder Vorsitzende nahm bald rechts bald links die Zettelauf, die ihm die beiden Schwurrichter reichten undwarf sie in die Urne. Dieses Aufraffen, Ausrufenund Versenken der Namen hatte für Diethelm etwaseigenthümliches bang Näthselvolles, es war ihm, alswäre er wie sein Name in fremde Gewalt gegeben.

Als jetzt die Namen aus der Urne gezogen wurden,ballte Diethelm bei jedem, der ausgerufen wurde, dieFäuste, um keinen Schreck zu zeigen, wenn er denSeinigen hörte, aber er kam nicht. Beim Namen desSteinbauern sprachen Staatsanwalt und Vertheidigerzugleich: Abgelehnt! worüber ein Lächeln in der

Versammlung entstand, und der Vertheidiger mit höf-licher Handbewegung die Ablehnung dem Staatsanwaltüberließ. Der Steinbauer schaute herausfordernd auf