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Martha hatte in der That falsch prophezeiht, derSommer ging zur Rüste und im Herbste zog sie, abge-sehen von ihrem beständigen Leid, wohlbehalten in daswochenlang durchheizte neue Haus ein und nachdemdas erste Mißbehagen überwunden, schien sie sich dessenzu freuen, zumal da Diethelm die junge Frau Küblcrmit ihrem Kinde während der Abwesenheit der Fränzzu sich in's Haus genommen hatte.
Nun erlaubte er sich auch allmälig, seinem Ver-sprechen untreu zu werden und buchstäblich hielt er esdoch, wenn er wieder Tage und Nächte über Landblieb, Martha war ja nicht allein, die junge Frau mitdem Kinde war bei ihr. Wenn Martha ihn dennochan sein Versprechen gemahnte, war er ungehalten undvoll Jähzorn über diese unerträgliche Sklaverei undüber dieses ewige Erinnern an ein Versprechen, daser schon von selbst halte und viel lieber, wenn ernicht daran gemahnt werde. Er blieb nun mehr alsgewöhnlich zu Hause und jetzt erkannte er deutlich eineschon oft flüchtig wahrgenommene Beobachtung: wenner im lebhaften Verkehr mit Menschen, und zwar mitrecht vielen war, wich das Frösteln von ihm, in derEinsamkeit aber war es immer wieder da, unabwendbar.Diethelm knirschte über die neue .Gefangenschaft in derer sich befand, und jetzt fiel ihm das Mittel des altenSchäferle ein. Er kaufte Erlenholz und sägte Tagelang, als müßte er sein Brod damit verdienen. Derstolze, in grünen Saffianpantoffeln stolzirende und alleschwere Arbeit verhöhnende Diethelm war in das Looseines armen Tagelöhners verfallen, aber er war dabei