feindselig zu sein, der Reppenberger sprach von einerAbstandssumme, die Diethelm dem Munde bezahlenwolle, wenn er sich zur Auswanderung entschließe,aber Munde wies alle Anerbietungen von sich, undder alte Schäferle war glücklich, als er hörte, daßsein Sohn die erledigte Stelle als Gemeindeschäferin Unterthailfingen annehmen wolle.
Auf den Tag hin, wie er es vorausgesagt, starb deralte Schäferle. Als ihm Munde noch am Morgendie gestopfte Pfeife übergeben wollte, schüttelte er denKopf verneinend und sagte: „Es ist vorbei."
Munde überließ Alles seiner Schwester und nahmsich nur die Kleider des Medard.
Er saß am Wege und hütete die Schafe, als Diet-helm vierspännig mit seiner neuen Kalesche daherfuhr,er schaute auf, und blitzschnell durchzuckte ihn der Ge-danke, welch' ein großes Leben er hätte führen können,aber er drückte den Hut in's Gesicht und pfiff demPaßauf, während Diethelm und Fränz rasch vorbei-rollten.
Nicht ohne Befriedigung hörte Diethelm, daß deralte Schäferle gestorben und begraben sei, und daßder Geistliche an dessen Grabe sagte, Gott möge ihmvergeben, wie ihm der vergeben habe, dem er soschweres Leid angethan. Den Munde fürchtete Diet-helm nicht mehr, weil er nicht im ersten Zorn ge-handelt hatte, in diesem war er des Schlimmsten vonihm gewärtig, jetzt in Ruhe wird die Schafseele esnie dazu bringen, als Ankläger aufzutreten. So fühltesich Diethelm von dieser Seite gedeckt, aber der Geist