Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
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nahm die Pfeife in die linke Hand, hob die Rechte indie Höhe und rief:

Ich schwöre, so wahr ich bald vor Gott komm',der Diethelm ist nicht unschuldig an dem Tod deinesBruders, wie, das weiß ich nicht, das weiß Gott allein.Munde, leg' deine Hand auf meine Herzgrube, dirvererb ich's, daß du nicht ruhst, bis der Diethelm seineStrafe hat. Willst du mir schwören nicht zu ruhenund nicht zu rasten, bis der Tod deines Bruders ge-rächt ist?"

Ich kann's nicht, Vater, ich kann's nicht, ich thäteuch ja Alles so gern," rief Munde, dem Plötzlich da-vor graute, diese schwere Last auf sich zu nehmen,aber das sag' ich, ich will dem Diethelm, so langich lebe, zeigen, daß ich ihn für einen schlechten Men-schen halte."

Gut, das ist mir genug, du hast ein weichesHerz, du kannst nicht mehr."

Der alte Schäferle begann nun, Munde alle seinesympathetischen Mittel zu sagen, wie er sie vom Vaterererbt, er wollte es Anfangs nicht dulden, daß Mundesie aufschrieb, das sei gegen das Herkommen und tödtevielleicht ihre geheime Kraft, aber Munde behauptete,nicht Alles so schnell behalten zu können, das Zauber-mittel gegen angcthane Liebe schrieb Munde nicht auf,und er saß nun bei seinem Vater, wie in einem Zauber-berg, umgeben von geheimnißvollen Mächten und wußtenichts mehr von der Welt, bis Martha mit dem Rep-penberger kam.

Munde that es wehe, auch gegen die Meisterin