Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
246
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will ich dir's was du gethan hast. Jetzt weiß ich,warum der Lump so frech gegen mich gewesen ist.Mein eigen Kind, mein einzig Kind hat's ihm einge-geben. Ich will hinaus und will die ganze Weltfragen ob das noch einmal vorkommt, so weit derHimmel über der Erde steht."

Vater, verzeiht mir. Ich denk's ja gewiß nichtmehr," bat Franz weinend.

Schlecht genug, daß du's Einmal gedacht, hast.Wenn du von heut an, hör zu was ich sag und gucknicht unter sich, sieh mir in's Gesicht sag ich," knirschteDiethelm seine Tochter schüttelnd,wenn du von heutan nicht demüthig und gehorsam bist, wie's einemKind zukommt, nein, ich will dir nicht sagen was ichthu', ich behalt's bei mir, aber vergessen werd' ich'snicht, verlaß dich drauf. Jetzt komm, hinter mir dreingehst und machst ein heiter Gesicht, das sag ich dir,und red' mir kein Wort mehr davon."

Diethelm war es gelungen, den schlimmen Sinnseiner Tochter zu bezwingen, sie ging hinter ihm dreinwie ein Lamm und erschrack bei jedem seiner Blicke,wenn er sich umwendete. Was war aber damit gewon-nen? Handhaben für erneute Anklagen waren in fremdeGewalt gegeben und noch dazu in die eines auf'säußerste Erbitterten. Soll denn die That nie ruhen?Brennt das Feuer immer wieder auf? Nur Eineströstete Diethelm, und dieß war der weichmüthigeCharakter Munde's. Aber hatte er sich nicht seil gesternso auffallend verändert? Nein, er ist noch derselbe,sonst wäre er ja nicht davon gelaufen, statt Diethelm