wohlgemuther Bursch beliebt, aber ohne sich irgendeine besondere Geltung zu verschaffen; nur mit seinerKunstfertigkeit im Pfeifen hatte er sich bei der Compagniebeliebt gemacht und daher den Beinamen Pfifferlingerhalten. Jetzt, so plötzlich in die Erfüllung seineseinzigen und höchsten Wunsches eingesetzt, ging er oftwie traumwandlerisch umher und nur der Gedanke andas geschehene noch so dunkle Verbrechen schreckte ihnoft auf. Er freute sich, daß er Franz gewonnen undall' das große Gut dazu, er wäre aber am liebstenHirte gewesen, träumend wie in alten Tagen bei seinerHeerde. Das viele Gut und die tausend Thätigkeitendafür, die er übernehmen sollte, erdrückten ihn fast.Darum konnte er dem Wunsche der Fränz nicht nach-geben, ihm war es ja lieb, wenn Diethelm so langeals möglich Alles unter seiner Obhut behielt.
Jetzt auf dem Wege nach der Kaserne sagte ersich, daß Fränz doch recht habe, er müsse anders auf-treten, kecker und umsichtiger. Nicht nur seine Liebezu Fränz stieg auf's Neue in ihm auf, er empfandauch eine große Hochachtung vor ihrem energischenWesen, das allzeit geweckt, den Dingen scharf in'sAuge sah und sie frei beherrschte. So kam er zu denKameraden und erzählte ihnen, daß er sich andernTages vom Militär loskaufe, und was aus ihm ge-worden sei; er wußte seine zukünftige Thätigkeit be-reits so lebendig als wirkliche darzustellen, daß Allestaunten, wie sich der Pfifferling, der stille Munde,dem man das gar nicht zugetraut habe, veränderthatte. Als er zuletzt sagte, daß er morgen auf dem