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war von Franz gedemüthigt worden und nun mußteer ihr Gleiches entgelten; mit fast schadenfroher Mienesagte er: „Mir hat's für dich einen Stich in's Herzgeben, wie die Rautenwirthin dich gelobt hat, daß duso ein gutes Kind gegen deinen Vater bist. Wenndie Leute wüßten, wie's eigentlich ist..."
Franz knirschte die Zähne über einander und sahMunde mit einem zermalmenden Blicke an; hätte sieihn damit in Stücke zerreißen können, sie hätte esgethan. Sie wollte aufstehen, aber Munde hielt siefest und sagte begütigend: „Die Fahrt mit dem ewigenGezerr hat uns Alle mit einander dumm gemacht.Wir wollen gar nichts mehr reden. Ich geh jetzt nochvor dem Appell ein biöle in die Kasern' zu meinenKameraden. Vergiß Alles und denk gut an mich. Giebmir ein' Hand. So, b'hüt dich Gott."
Munde ging nach der Kaserne. Er war jetzt einganz anderer Mensch als vor wenigen Monaten, daer diesen Weg so oft abgcschritten. Zuerst als ihm derVater das Erbe der Rache aufdrängen wollte und dannals er von Diethelm das Erbe des Verbrechens über-kam, war in sein träumerisches still umfriedetes Weseneine gewaltige Währung gekommen, er war zaghafterund kraftloser als je, er war überhaupt nicht geschaffen,sich mit fester Hand ein Schicksal zu bereiten, vonKindheit auf war Medard sein Führer und Nathgeberin Allem, als Hirte führte er ein fast gedankenlosesLeben, pfeifend und rauchend, und als er Soldat wurde,brachte auch dieß keine bedeutsame Wandlung in ihmvor, er war anstellig und pünktlich, als stiller, allzeit