232
Man kehrte Ln der Hauptstadt im Rautenkranz einund Franz war wenigstens einigermaßen zufrieden ge-stellt, als Munde beim Absteigen sagte:
„So, fetzt beim Heimfahren könnet ihr kutschiren,Schwäher, nicht um ein Königreich fahr' ich noch ein-mal so. Komm Franz, wir zwei wollen zusammenhalten. Weißt noch, wie oft ich da bei dir gewesenbin? Ich freu mich, grad hier zu zeigen, daß wir dochnoch ein Paar geworden sind."
„Siehst jetzt, daß ich recht Hab?" cntgegnete Franz,als sie mit ihrem Bräutigam allein war, „mit meinemVater kommt kein Tochtermann aus, der ihm nichtden Meister zeigt."
Sie blieb stets bei diesem Gedanken.
Im Nautenkranz war schon heute ein buntes Ge-dränge von Menschen in Trachten aus allen Landes-gegenden, und dazwischen sah man Soldaten von allenWaffengattungen, die sich hier bei Angehörigen undBekannten gütlich thaten; aber mitten im Gewogebcharrte die stattliche Rauten wirthin an der Anrichte,wie ein Fels im Strome, und je lärmender und un-ruhiger cs um sie her wurde, um so bedachtsamer undgemessener ertheilte sie ihre Befehle und zählte Allesgenau nach, was aufgctragcn wurde. Dazwischen fandsie immer noch Zeit, auf Nachfragen der Gäste bündi-gen Bescheid zu geben. Als sich Fränz mit Munde zuihr hindurchgcdrängt hatte, wurde erstere mit besondererFreundlichkeit bcwillkommt. Die Nautcnwirthin sagte,daß der Schaffner, mit dem sie damals gefahren sei,Fränz nicht genug habe rühmen können, und wie man