Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
231
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kalt, je mehr man aber nach dem Unterlande kam,zeigte sich der wonnige Frühling; man fuhr durchBuchenwälder, die in dem ersten so zarten knospen-feuchten Grün prangten, und bald fuhr man zwischenblühenden Obstbäumen, die hüben und drüben amWege standen; aber in den Herzen der drei Menschen,die da hinfuhrcn, war Widerstreit und Trübsinn man-cher Art. Dazu kam noch, daß es Diethelm nichtlassen konnte, Munde über die Art, wie er die Pferdeführte, zurecht zu weisen, und es giebt vielleicht nichts,was leichter zu Zorn aufreizt, als ein Dreinsprechenbeim Pferdelenken. Wenn es einen kleinenStich"hmabging, rief Diethelm jedesmal:Sperr die Mick*)und fahr Trab, dreh noch besser." Munde ließ es anheftiger Widerrede nicht fehlen, peitschte oft geflissentlichdie Pferde und fuhr im Zorne in der That ungeschickt,besonders beim Ausweichen, so daß es mehrmals einUnglück gegeben hätte, wenn ihm Diethelm nicht in dieZügel gefahren wäre. Fränz wartete immer darauf,daß Munde einmal tapfer aufbegehrcn und die ganzeGeschichte hinwerfen werde; als es aber immer nichtgeschah, biß sie sich auf die Lippen und murmelte stillvor sich hin Schimpfworte auf Munde, die sie hinterseinem Rücken sprach.

Mick nennt man den neuen Ersatz des Radschuh's, woman vermittelst einer zugcdrehten Walze die Näder hemmt. ESist erfreulich, daß das Volk die durch das Maschinenwesen ein-geschleppten Benennungen sich erfinderisch mundgerecht macht.Das Wort Mick ist eine Zusammenziehung von Mcchanique.Wäre es ans der Analogie von Bremse entstanden, müßte erim Oberdeutschen wenigstens Muck heißen.