Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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war's plötzlich, als schrien sie Rache und wäre dieganze Welt um ihn verkehrt. Er faßte sich aber undsagte endlich, nachdem er Franz lange an sich hattehinreden lassen:

Du willst mir nur die Zunge heben. Es kannnicht sein, daß du das glaubst."

Ich erkenn' deine Gutheit wohl," erwiderte Franz,aber wir zwei brauchen uns nichts vor einander ver-hehlen. ,Es hat schon Mancher Acrgeres gethan alsmein Vater, und daß dein Medard verunglückt ist, dafürkann er nicht. Aber dabei bleiben mußt, daß wir dieMeisterleut' sind, er ist mit seinem Großthun im Standund ladet den Wagen noch einmal zu hoch, daß erumschmeißen muß."

Munde hieb gewaltig auf die Pferde ein, alsmüßten sie ihn schnell an dem Abgrunde vorüber führen,in den er Plötzlich hinein sah. So hatte der alteSchäferle recht, und war vielleicht das Gräßlichstewahr?

Hätten sie nicht zu Gevatter stehen müssen, Mundewäre vielleicht gleich umgekehrt. Aus allem demnahm seine Gemüthsart eine unberechenbare Wendung.

Die Scheidekünstler wissen zu bestimmen, welcheWirkung ein Stoff auf den andern hervorbringt, welcheWirkung aber ein Wort in fremdem Gemüthe ver-ursacht, ist nicht so leicht in ein Gesetz zu fassen.

Das freut mich, du bist nicht so stolz wie ichglaubt Hab'," sagte Munde endlich.

Warum? Wie meinst?" fragte Fränz ver-wundert.