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„Fränz, ich freu mich doch, aber lach mich nichtaus" sagte Munde.
„Warum?"
„Guck, ich kann mir's gar nicht denken, daß dasFuhrwerk mein eigen sein soll und daheim noch soviel, ich mein' immer, es sei nur geliehen, ich bin beieuch zu Gast und ihr könnet mich Morgen fort schicken."
„Du bist ein schrecklich guter aber auch zum Ver-zweifeln weichmüthiger Mensch. Du bist ein gutesSchaf, aber du mußt anders werden. Wir zwei habenunfern Alten am Bändel, er merkt wohl, was wirzwei von ihm wissen."
„Meinst du, er hab's wirklich than?"
„Es ist brav von dir, daß du mir's jetzt ausredenwillst, sagte Fränz, aber ich weiß es nicht von dirallein. Ich könnt' auftreten wenn ich wollt! Dasweiß er. Und so wirst du doch nicht auf den Kopfgefallen sein, daß du nicht merkst, er hätt' uns nichtzusammen geben, wenn ihm nicht das Gewissen schlagenthät. Wir zwei sind unschuldig. Uns geht's nichtsan. Drum mußt du dabei bleiben, daß er vor derHochzeit alles Vermögen an uns abtreten muß. Essoll ihm nichts abgehen, er ist ja der Vater, aber wirsind die Meisterleut, so muß es sein. Kinder habennichts darnach zu fragen, woher die Eltern das Sachhaben, in zweiter Hand ist es redlich Gut und es mußihm auch recht sein, daß er nichts mehr damit zuthun hat."
Die Raben, die im ersten Frühling immer so lautkrächzen, flogen über den Weg hin und her, und Munde
Auerbach, Dorfgeschichten, 3. Band. 15