aber doch zu dem Zusatze: „Gegen böse Träume
gibt es ein altes untrügliches Mittel: man muß aufeinem Schaffell schlafen und vor Schlafengehen Theevon Brennessclwurzel trinken und gegen Frost giebt esnichts besseres als Morgens vor Tag sich in Wasserwaschen, das man vom Menschenblut abgenommen hatund dann drei Stunden vor die Sonne im Mittagstehn, und drei Stunden nachher ohne AusschnaufenErlenholz sägen, das man im Vollmond geschlagen hat."
Diethelm war andern Tages viel zuthätiger undherablassender gegen Munde, er saß in seine Wolfs-schur gehüllt am Ofen und fror heftiger als je. Erhatte mit Fränz gesprochen und in der Art wie sieeinwilligte, den Munde zu heirathen, und dabei dasunerhörte Verlangen stellte, daß der Vater bei Lebzeitensein Besitzthum ihr abtreten müsse, erkannte er nichtundeutlich, daß sie an seine Schuld glaubte. Er thatals ob er das nicht merkte und doch fraß es ihm dasHerz ab, daß sein einziges Kind das Schlimmste vonihm dachte. Beim Eintritte Munde's war er raschaufgcstanden und schritt stolz die Stube auf und ab,dann hieß er Munde sich neben ihn setzen und fragte ihn,wie er ein großes Vermögen wnwcnden und zusammenhalten wolle. Munde gab fröhlichen und zufrieden-stellenden Bescheid. Als Diethelm jetzt plötzlich wiederfror, gab er ihm das Mittel an, das er vom Vatererfahren, Diethelm aber fuhr stolz auf:
„Ich bin der Diethelm, ich Hab' mein Bauernge-schäft nicht aufgegeben, um Holzhacker zu werden. Ichbrauch kein Mittel."