Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
213
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Auf was?" erwiderte Munde stotternd, indem erschnell umherschaute und vor sich niederblickte. Diet-hclm ertrug jetzt seine Stiimne schon gleichmüthigerund sagte daher achselzuckend:

Das ist dein' Sach. Ich will dir nur sagen,daß dein... dein Medard noch vierzig Gulden Lohnbei mir stehen hat. Kannst sie jeden Tag holen, wenndu was damit ansangen willst."

Damit kann ich nicht weit springen. Der HerrSchultheiß hat mir ja aber auf dem Rathhaus gesagt,daß er mir was Gutes mitzutheilen hat."

Nun? Ist denn vierzig Gulden nichts? Und zweiJahr Zins ist auch dabei. Ich will dir'ö aber nursagen, ich Hab was anderes mit dir vorgehabt, aberdu hast dich drei Tage besonnen, bis du zu mir kom-men bist, und dieweil sich der Gescheite besinnt, besinntsich der Narr auch."

Munde sah wohl, daß ihn Diethelm schraubenwollte; daran, daß er ihn tief zu demüthigen suchte,um ihn dann vielleicht großmüthig zu sich zu erheben,dachte er nicht, er sagte daher:

Ihr wisset, was ich denk', ihr kennet mich ja."

Ich kenn' dich nunmehr. Du bist zwei JahreSoldat gewesen, da wird der Mensch ein anderer."

Wen ich damals gern gehabt, Hab' ich nochgern."

Das ist brav. Du hast immer ein gut Herzgehabt. Jetzt muß ich aber da Schreibereien machen.Komm morgen wieder, Munde."

Schon beim Eintritte Munde's hatte sich Franz