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freute er sich Anfangs, als er seine eigene Rede ver-nahm, die so klug war, aber mitten in dieselbe sprangihm unversehens der Todesgedanke, und wie ein festerStern, der aus der Irre führt, erschien plötzlich dieAnrufung des Schwurgerichtes. Und doch war Diet-helm eigentlich froh, daß dieß noch nicht eingerichtet war.
Jetzt zum Erstenmale fühlte Diethelm ganz deutlich,wie ein Scheinleben gewiß nicht minder gräßlich ist,als ein Scheintod, aber er war entschlossen, ihm mitstarkem Willensmuthe zu trotzen.
Die ganze Gemeindevertretung trat bald bei ihmein und der Obmann frug Diethelm geradezu, ob eswahr sei, daß er, wie der Waldhornwirth gesagt, vomDorfe wegziehen wolle.
Diethelm gab ausweichenden Bescheid, denn er er-kannte plötzlich, daß die Ehrenbezeigung nicht pureHuldigung war; man wollte ihn mit seinem Vermögenim Dorfe fesseln. Der Obmann erklärte, daß manmit der Schultheißenwahl auf ihn gewartet habe, erwerde einstimmig gewählt wenn er willfahre. Diet-helm machte noch einige scheinbare Widersprüche, daßer jetzt zuviel mit Ordnung seiner Angelegenheiten zuthun habe u. dgl.; auf vieles Zureden gab er indeßnach, er fühlte doch erst im Dorfe und so zu sagenin den nieder« Stuben recht deutlich das Maß seinerGröße, und ihn erquickte der Gedanke, nun ein festesEhrenamt zu bekleiden, bei dessen jedesmaliger Be-nennung ihm stets klar vor Augen liegen mußte, inwelchem Ansehen er stand und wie kein Makel anihm hafte. Er bedurfte dessen jetzt doppelt, denn seit-