Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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brenner, das ist Alles. Mein Ehrenname steht wiederrein da. Ich will hoffen, daß ihr mich einstmals ebenso mit Ehren hinaustragct, wenn man mir ein eigenHaus anmißt. Haltet fest."

Dieser Gedanke schien Diethelm so zu übermannen,daß seine Stimme zitterte, der Vetter aber neben ihmbrummte:Wie kommen die Rüben in den Sack?"und Diethelm setzte noch hinzu:

Ich dank euch, ich dank euch viel tausendmal."Diethelm hielt inne, aber der Vetter drängte wieder:Noch was, so kann's nicht aus sein, saget nochwas," und Diethelm fuhr fort:

Viele von euch haben gehört, was man mich an-geklagt bat, aber meine Freisprechung ist hinter ver-schlossenen Thüren vor sich gegangen. Freut euch, daßdas bald ein Ende hat, wir bekommen das Schwur-gericht, wo wir selber richten und Alles öffentlich."

Diethelm hielt wieder inne und wollte absteigen,aber der Vetter ließ ihn nicht vom Platze und drängte:Das ist nicht genug, ladet sie wenigstens zu einemTrunk ein." Diethelm fühlte, daß er jetzt keineSchmauserei halten konnte, es war schon zu erdrückendviel an dem Geschehenen, er schloß daher:In vierWochen halt ich meiner Bruderstochter hier Hochzeit,ich lad euch heute Alle dazu ein auf meine Kosten.Nochmals sage ich euch meinen herzlichen Dank."

Diethelm drängte den Vetter fast zu Boden, alser abstieg.

Unter den Reitern zeigte sich aber eine offenbareMißstimmung. Es geht im Großen wie im Kleinen