Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
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Diethelm einen feierlichen sogenannten Gcgenritt undholte ihn im Triumphe ein. Diethelm fand nicht Worteseiner Empfindung Luft zu machen, es bedurfte dessenaber auch nicht, denn unter beständigem Hochrufen undTrompetenblasen und Peitschenknallen setzte sich der Zugalsbald in Bewegung. Die Mutter weinte und Franzsah mit frohlockenden Augen drein, während Diethelmmit besonderer Sorgfalt die Rappen lenkte; es war seineinziges Denken, daß in dem Wirrwarr kein Unglückgeschehe, das alle Freude in Leid verkehre.

Wie war Diethelm so Plötzlich verändert, er, dernoch vor wenigen Stunden bittern Groll und Haßgegen seine Mitbürger in sich erweckte.

In Unterthailfingen standen alle Leute am Fensterund auf den Straßen und grüßten. An der Gemarkungvon Buchenberg hielt neben einem Schlitten der Ge-meinderath und Bürgcrausschuß und begrüßte Diethelm.

Wo ist der Schultheiß?" fragte Diethelm. DerObmann des Bürgcrausschuffes erwiderte, daß derSchultheiß schon vor vier Wochen gestorben sei.

Der Gemeinderathsschlitten fuhr hinter dem Diet-helms drein. An der Anhöhe, wo einst DiethelmsHaus gestanden und jetzt nur noch verschneite Trümmersich zeigten, bogen die Rappen plötzlich um und Dict-helm wurde an den straffen Zügeln fast vom Schlittengerissen, aber der Vetter hatte dicß wohl vorausge-sehcn und war zur Seite der Rappen geritten unddrängte sie auf den Dorfweg.

Nun erst im Dorfe ging das Hochrufen von Neueman, die Kinder schrieen mit und die Weiber schlugen