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Als sie aus der Kirche traten, wo sich viele Men-schen versammelt hatten, schenkte Martha sogleich einerarmen alten Frau ihren Mantel und gab nicht nach,daß sie den Mantel nur noch bis zur Post behaltenmöge. Diese Schenkung, sowie der auffallende Kirch-gang überhaupt, verbreitete sich schnell, und Diethclmhörte schon ans seinem Heimwege davon reden; vieleMenschen, die er starr ansah, zogen vor ihm den Hutab, und er sah, daß er neue Ehre gewonnen habeund war entschlossen, sie zu behaupten.
Als sie aus der Kirche zurückgekehrt waren und dieGlückwünschenden sich entfernt hatten, saß Dicthelinlange am Tische, auf den er die Arme gestemmt und denKopf in die Hände gedrückt hatte, und als ihn Marthabei der Hand faßte, schaute er zu ihr auf und großeThränen rollten über seine Backen. Zum Erstenmal inihrem Leben sah Martha ihren Diethelm weinen, undsie schrie laut auf, er aber beruhigte sie, und es wardie volle Wahrheit, als er ihr sagte, daß diese Thränenihn erfrischt und ihm Hellen Muth gegeben hätten.
Martha drängte, daß man noch heute heim nachBuchenberg zurückkehre; Diethelm sah sie traurig an,da sie vom Heimkehren sprach, wo waren sie daheim?Er fragte nach seinen Rappen, und als er hörte, daßsie in Büchenberg stünden, blieb er fest dabei, erstmorgen abznreisen, er schickte sogleich einen Botennach seinen Pferden, das war das Einzige, was ihmlebendig von seiner früheren Habe verblieben war undmit ihnen wollte er stolz in Büchenberg einziehen.
Auerbach, Dorfgeschichten, Z.Vand.
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