Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
187
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durch ihre öftere Begleitung die Verhältnisse des Vatersbesser als irgend Jemand, sie wußte daß er tief inVerlegenheiten steckte, auch klagte ihr der Vater öfters;sie gedachte während der Fahrt jenes Augenblickes, dader Vater auf dem Markte niedergefallcn war als ihmder Kaufmann Gäbler sagte, daß er mit der Feuerschaukäme, sie hatte den Vater dann auf der kalten Herbergebeobachtet, wie er mehrmals die Farbe wechselte unddann wie besessen davon jagte, und jetzt war es ihrdeutlich warum der Vater so klagend davon sprach,daß er Armuth nicht überleben würde als die Deichselgebrochen war; und als der Vater sie zum Letztenmalein der Hauptstadt besuchte, war er wieder voll Jammerund Klage. Darum glaubte Fränz schon auf dem Wegean die Schuld des Vaters und als sie nachträglicherfuhr, daß er ihr den Munde zum Manne bestimmthatte, kam kein Zweifel mehr auf. An einen vomVater begangenen Mord dachte sie nicht, wohl aber,daß er mit Medard gemeinsam Feuer angelegt unddaß Medard dabei verunglückt war.

Von allen Menschen auf Erden glaubte Dicthelmseinziges Kind allein fest an seine Schuld und erklärtesich ihren Zusammenhang, und Fränz allein war alsdurchaus unbetheiligt nie verhört worden.

Auf jener Nacht und Tag währenden Heimfahrtwar eine große Wandlung mit Fränz vorgegangen,sie sah sich schon verstoßen und verhöhnt von allerWelt und war tief traurig und voll Demnth gegenJedermann, und empfing darum überall eine Behandlungvoll Thcilnahmc und Rücksicht, die sie wiederum mild