Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
186
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daß sie gar nicht mehr in das Dorf zurückkehrenwollten; wenn der Vater frei sei, müsse er mit ihnenin der Stadt bleiben. Martha wollte nichts davonhören und Franz suchte ihr alle Schauer zu erregen,die man erleben müsse, wenn man in einem Hausewohne, wo früher ein Mensch verbrannt sei.

Wo nur der Paßauf hin ist?" fragte Martha ab-lenkend und Franz erwiderte:

Ihr könnet euch darauf verlassen, der ist mit demalten Schäferle, wie er zum Verhör in der Stadt ge-wesen ist."

Hast du den Munde in der Hauptstadt nicht ge-sehen?" fragte die Mutter wieder.

Freilich," erzählte Franz,er ist, wenn er nichtauf die Wacht gemußt hat, jeden Tag und jeden Tagin den Nautenkranz kommen, er thut noch immer sonarret mit mir."

Martha erzählte nun, daß der Vater ihr den Mundezum Mann bestimmt habe, aber Fränz wehrte sich da-gegen, daß sie dasOpferlamm" sein solle; wenn sieeinen Mann nehme, so nehme sie ihn für sich und fürNiemand anders. Sie ließ sich nicht dazu herbei, zuerklären, was sie mit dem Opferlamm gemeint habe,sie behauptete, das sei nur Redensart, in ihr abererwachte wieder der Gedanke, den sie auf der ganzenHerreise gehabt, daß ihr Vater doch schuldig sei unddaß es nur gelte sich hinaus zu reden. An jenemletzten Tage in der Stadt hatte die Eröffnung Munde'ö,obgleich er sie so klug zu verhüllen trachtete, einengewaltigen Eindruck auf Fränz gemacht. Sic kannte