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allein zu lassen und die Franz später holen zu lassen.Befragt, warum er dann nicht nach dem Kohlenhofgefahren sei, erklärte er zuerst, er habe sich das nichtso klar gemacht, er sei vom Schreck zu sehr ergriffengewesen, dann aber setzte er hinzu, er habe erwartet,seine Frau sei gleich nach dem Tode heimgckehrt under habe sie dort trösten wollen. Weiter befragt, wiees komme, daß der Tod seiner Stieftochter ihn sofurchtbar ergreife, sah er eine Weile scheu vor sichnieder, dann erhob er sein Antlitz und sagte:
„Ich hätt' nicht geglaubt, daß man mich das fragendarf, aber ich seh schon, wer einmal, und sei er nochso unschuldig, in Verdacht steht, muß auf Alles ant-worten. Nun denn so sei's," er athmete tief undfuhr dann fort: „So wisset denn, ich Hab vor zwei
und zwanzig Jahren meine Stieftochter gern gehabtund Hab sie heirathen wollen, aber mein' Frau hat'snicht zugeben und hat mich lieber selbst genommen."
Eine Pause entstand, der Actuar schrieb und derRichter, betroffen von dem schmerzvollen Tone Diet-helms, hielt eine Weile mit Fragen inne. Diethelmaber fühlte einen innern Schreck, als ob man ihm einStück aus dem Herzen reiße, es däuchte ihn alsschände er seine Hausehre und alle Schamhaftigkeit,da er auch dieß dem Protokolle anvertraute, er hatteso sorglich seine Hausehre gewahrt und jetzt hatte ersie preis gegeben und noch dazu mit einer gräßlichenLüge, denn die Kohlenbäuerin war schon seit Jahrennicht mehr für ihn auf der Welt. Diethelm fühltejetzt zum Erstenmale, wie das Verbrechen keinen reinen