Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
169
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Sich am Stuhle aufrichtend setzte sich Diethelmauf denselben und athmcte laut.

Warum seit ihr wegen der Kerze so erschrocken,"fragte der Richter nochmals rasch und nahe auf Diet-helm zutretend und die Hand gegen ihn ausstreckend.

Nur gemach, nur gemach," wehrte Diethelm ab,sind Sie vielleicht feuerfest, Herr Amtsverweser? ThutsIhnen nicht weh, wenn Ihnen ein Licht in's Gesichtbrennt und noch dazu den Tag, nachdem so ein Un-glück über Sie kommen ist, und man jedem Licht bösist, weil es so was anrichten kann? Sie können,nein, beim Teufel, Sie müssen mich frei sprechen, HerrAmtsverweser, aber die Schande, daß ich eingesperrtgewesen bin, ich, der Diethelm von Büchenberg, unddie Qualen, die man mir anthut, die könnet Ihr mirnicht wieder gut machen. Mich tröstet nur eins; ich binzu stolz gewesen, ich Hab mir auf meinen Ehrennamenvielleicht zu viel eingebildet, ich Hab gcdcmüthigt werdenmüssen, aber so viel weiß ich, so gut gegen die Men-schen bin ich nicht mehr, wie ich gewesen bin. Fragetin Letzweiler nach mir, fraget überall nach mir, undman wird euch sagen, wer der Diethelm ist. Ich sollgeholfen haben anzünden? Ja, das Beste vergesst ichja. Der Kastenverwalter da, und der Sonnenwirthund der Kaufmann Gabler, die können mir Alle be-zeugen, daß sie mich überredet haben zu versichern, ichHab' nicht gewollt. Thut das ein Brandstifter? Thutdas ein Mordbrenner?"

Sprecht nur leiser," ermahnte der Richter undDiethelm fuhr fort: